Das Staatstheater am Steinweg in Braunschweig



Der Steinweg

ist eine traditionsreiche Einkaufsstraße im Herzen von Braunschweig. Zwischen Theater und Burgplatz gelegen zeichnet sich der Steinweg vor allem durch eine hohe Dichte an Fach­handels­geschäften aus. Hier findet man tolle Dinge, die es sonst nirgendwo in Braunschweig gibt!

Auch die hübsche Umgebung des Theaters mit den alten Park­anlagen, Museen, Restaurants und Cafés lädt die Besucher zum Verweilen ein.


  Gute Adressen! 
     Steinweg   1     
     Steinweg 11     
     Steinweg 12     
     Steinweg 14     
     Steinweg 22     
     Steinweg 27     
     Steinweg 34     
     Steinweg 35     
 

* Zur Geschichte der Straße *

Der Steinweg war - als breite Verbindungsstraße zwischen dem Bohlweg und dem Staatstheater - schon immer eine der wichtigsten und belebtesten "Geschäftsstraßen" in Braunschweig, auch wenn er verkehrstechnisch gesehen nicht zu den Hauptverkehrsadern gehörte. Seit Mitte der zwanziger Jahre fuhren drei Straßenbahnlinien durch den Steinweg: die Linie 4 zum Marienstift, die Linie 6 über die Jasperallee zum Stadtpark und die Linie 7 über die Kastanienallee zum Prinzenpark. Somit waren die Geschäfte am Steinweg für ihre Kunden besonders gut zu erreichen.


Steinweg: Blick auf das damalige Café Lück, Aufnahme 1911 oder früher Diese historische Postkarte zeigt den Blick vom Theatervorplatz auf das Café Lück. Der Stempel der Karte ist ebenfalls eine kleine Besonderheit, er lautet auf den 11.11.11., 11 Uhr.

An seiner Ostseite läuft die Straße direkt auf das Staatstheater zu, welches 1858-61 errichtet worden ist. Das "Herzogliche Hoftheater" war vorher im Opernhaus am Hagenmarkt beheimatet gewesen. Das Braunschweiger Theater genoß internationales Ansehen. So wurde hier z.B. am 19. Januar 1829 unter der Leitung von Dr. August Klingemann der erste Teil von Goethes "Faust" uraufgeführt.

Zum Ursprung des Straßennamens gibt es unterschiedliche Erklärungen. Recht naheliegend ist die Vermutung, daß der Name auf den Straßenbelag zurückzuführen ist, der ursprünglich aus Schottersteinen bestanden haben soll. Möglicherweise steht der Straßenname aber auch in Verbindung zum "Großen Steinhof", der sich an dieser Straße befand und wo die Steine, die am Nußberg abgebaut worden waren, zum Abtransport gelagert worden sind.


Steinweg Ecke Bohlweg, Aufnahme von ca. 1935 Die prächtigen Fassaden des Steinwegs mitsamt Werbetafeln und der rege Verkehr lassen erahnen, wie beliebt der Steinweg als Einkaufsstraße war. (Aufgenommen von der Kreuzung Bohlweg, um 1935).

Um die Jahrhundertwende befanden sich am Steinweg viele große Geschäftshäuser und Hotels, so zum Beispiel der imposante Bau der 1881 gegründeten "Kolonial- und Zucker-Großhandlung Gebrüder Jürgens", das Zentral-Hotel und vor allem das 1908/09 erbaute Parkhotel mit dem Café Lück (an der Rückseite der Mauernstraße gelegen). Letzteres war ein Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Braunschweig. Hier sollen der Komponist Max Reger, der Dirigent Wilhelm Furtwängler, Graf Luckner, die Fliegerin Elli Beinhorn und auch des öfteren Herzog Ernst August mit seiner Familie eingekehrt sein.

Viele ehrwürdige Braunschweiger Firmen haben ursprünglich am Steinweg angefangen. So zum Beispiel die "Seifen- und Lichtefabrik J.W. Weber jun." am Steinweg 16, aus der später das Parfümeriegeschäft Hanhausen hervorgegangen ist. Aus der 1880 von Ferdinand Eichhorn gegründeten "Caffee- und Theehandlung" am Steinweg 17 entwickelte sich gar die weltbekannte Heimbs-Kaffeerösterei. Weitere erwähnenswerte Geschäfte waren der "Hofseiler" Theodor Halle, der Uhrmacher Emil Zenker, Lederwaren Kröker, die Drogerie Carl Wolff (Ecke Bohlweg), die Buchhandlung Johannes Neumeyer, die Wiener Bäckerei Engel (später Duderstadt) sowie Eisenwaren-Oppermann und Porzellan-Wümpelmann.


Steinweg Nr 1, Ecke Bohlweg: Das Schallplatten-Geschäft Försterling und Poser, 1953 Diese Aufnahme von 1953 zeigt das neu eröffnete Schallplatten-Geschäft Försterling & Poser, Steinweg 1. Im ersten Stock wird noch fleißig gebaut. Es sollte noch Jahre dauern, bis die Bau­lücken, die der Krieg geschla­gen hatte, endlich beseitigt waren.

Durch die Bombardierung in der Nacht vom 15. Oktober 1944 wurden mehr als 95% der Gebäude am Steinweg zerstört. Fast alle Gebäude mußten abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Nur das Staatstheater wurde wieder aufgebaut; auch das Parkhotel hatte man notdürftig instandgesetzt. Es wurde noch von 1952 bis 1960/61 als Hotel genutzt; heute befinden sich dort Wohnhäuser und - an der Ecke gegenüber dem Theater - auch wieder ein Café, das "Café Härtle".


Literaturnachweise:
Der obenstehende Text basiert überwiegend auf den folgenden Quellen:

  • Jürgen Hodemacher: "Braunschweigs Straßen - ihre Namen und ihre Geschichten; Band 1: Innenstadt", Kapitel "Steinweg" (S.306-307); erschienen 1995 im Elm Verlag Cremlingen unter der ISBN 3-927060-11-9.
  • Dieter Diestelmann: "Braunschweig - ein verlorenes Stadtbild", S.13-16; erschienen 1993 im Wartberg Verlag unter der ISBN 3-86134-111-5.
  • Dieter Heitefuß: "Erinnerungen an Alt-Braunschweig", S.48-50; erschienen 1995 im Verlag Dieter Heitefuß Braunschweig unter der ISBN 3-9803243-3-8.


Das Staatstheater am Steinweg, Aufnahme von 2005 Das trutzige Bauwerk des Braunschweiger Staatstheaters, welches den Steinweg nach Osten hin begrenzt. Im Vordergrund der vom Bildhauer Emil Cimiotti gestaltete Brunnen. (Aufnahme aus dem Jahr 2008, © Benken)


 
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